Gewählt wurde in der Jahreshauptversammlung mit Vorstandwahl am 04.03.2026 Josefine Liebisch.
Josefine begann vor ca. 8 Jahren als Schülerin der 11. Klasse in unserer Astro-AG. Inzwischen hat sie studiert und ihr Studium mit einem Master abgeschlossen. Bis heute konnte sie Erfahrungen in unserer Gemeinschaft sammeln und weiß, wie der Verein funktioniert. Deshalb begrüße ich es sehr, dass sich Josefine bereiterklärt hat, die Geschicke des Vereins in ihre jungen Hände zu nehmen. Sie bringt die Leidenschaft für die Astronomie mit und hat den nötigen Ehrgeiz, den Verein gemeinsam mit den Mitgliedern in die Zukunft zu führen. Wir wünschen der neuen Vereinsvorsitzenden Josefine für das neue Amt viel Freude, dem gesamten Vorstand gutes Gelingen und stets eine glückliche Hand bei allen Entscheidungen.
Ein weiteres Highlight war der seit langem geplante und immer wieder verschobene Besuch der Klassen 1-4 a und b der Hutbergschule im Rahmen einer Projektwoche zum Thema „Planetensystem“.
Sehr gut organisiert von unserem Vereinsmitglied Dr. Frank Bok und unter Mitwirkung von Vereinsmitgliedern fanden an zwei Tagen die Vorträge bei den Schülern und Eltern großen Anklang.
Die große Begeisterung von Schülern und Eltern, als zum ersten Mal der Jupiter mit den Monden mit eigenen Augen zu sehen war, hat auch bei uns große Freude ausgelöst und war die schönste Belohnung für unseren Einsatz.
Wir danken herzlich den Eltern, der Lehrerschaft und dem Förderverein der Hutbergschule für die großzügige Spende einschließlich dem Catering mit Herrn Knutas, der für das leibliche Wohl gesorgt hat. Ringserherum herrschte an beiden Tagen eine sehr gute Stimmung.
Die Temperaturen steigen und die warmen Sonnenstrahlen locken selbst Sofaastronomen nach draußen. Die Tage werden mit knapp 15 Stunden Sonnenschein deutlich länger, was das Vergnügen am gestirnten Himmel nur wenig beeinträchtigt. Dennoch lassen sich auch im April einige Objekte am Himmel ausmachen, die eine Beobachtung lohnenswert machen. Venus ist am Abendhimmel nach Sonnenuntergang im Westen das hellste Objekt und leicht zu finden. Merkur, Mars und Saturn sind im April aufgrund ihrer Nähe zur Sonne leider nicht sichtbar, jedoch steht der größte Planet des Sonnensystems – Jupiter – hoch am südwestlichen Abendhimmel im Sternbild der Zwillinge. Schon mit einem einfachen Fernglas kann man ihn mit seinen vier Galileischen Monden gut beobachten. Die verschiedenfarbigen Bänder in der Atmosphäre des Jupiter kommen im Blick durch unser 16“-Teleskop aber noch viel deutlicher zum Vorschein. Am 19. April trifft der Mond die Plejaden: Ein eindrucksvoller Anblick, wenn die sehr schmale Mondsichel (zwei Tage nach Neumond) mit dem Siebengestirn gemeinsam im Teleskop sichtbar ist.
(Foto Plejaden Bild 1: Zunehmender Mond nahe bei den Plejaden am 19.04.2026 (Bild: Dr. Frank Bok, Stellarium))
Der Meteorstrom der Lyriden hat sein Maximum am 22. April mit dem scheinbaren Ursprung (Radiant) der Sternschnuppen im Sternbild Leier. Mit ca. 20 Sternschnuppen pro Stunde ist dieser jedoch nicht sonderlich ausgeprägt und wird nur wenige Wünsche zulassen.
Das Sternbild des Großen Wagen steht im April senkrecht über unseren Köpfen, im sogenannten Zenit. Im Süden funkelt der Regulus im Sternbild des Löwen, der liegende Löwe kann mit ein wenig Fantasie leicht erkannt werden. Am Morgenhimmel zeigen sich im Osten bereits Deneb, Wega und Atair – die Sterne des Sommerdreiecks.
Einen allzeit sternenklaren Himmel wünscht
Frank Bok.
Mit den besten Wünschen für das bevorstehende Osterfest und herzlichen Grüßen,
Renate Franz im Namen der Vereinsmitglieder