Tue Gutes und rede darüber. Dieses geflügelte Wort der Öffentlichkeitsarbeit gilt nicht nur für Unternehmen, sondern ist auch gerade für gemeinnützige Vereine von großer Bedeutung. Außendarstellung und Transparenz der ehrenamtlichen Tätigkeit sind keine Selbstläufer und erfordern kontinuierliche Aufmerksamkeit. Deshalb haben wir als Verein uns sehr gefreut, als der Dresdner YouTuber Max Fähnrich zwecks eines Interviews und Podcasts zum Thema „Sternwarte“ an uns herangetreten ist. Auf seinem YouTube-Kanal Sternenfunk (https://www.youtube.com/@sternen_funk) bringt er interessierten Menschen Themen aus Raumfahrt und Astronomie näher. Und so standen ihm am 29. Mai vier unserer Mitglieder Rede und Antwort zu Fragen bezüglich unserer Geschichte sowie Technik und Aufgaben einer Sternwarte. Weitere Themen im Interview bezogen sich auf die zunehmende Aufhellung des Nachthimmels und die besonderen Herausforderungen, denen kleinere Vereine sich stellen müssen. Wir sind bereits sehr gespannt, wenn dieser Beitrag live geht.
Eine andere, aber ebenso spannende Gelegenheit, unseren Verein über die Grenzen des Schönfelder Hochlands hinaus bekannter zu machen, eröffnete sich durch unseren Kooperationspartner Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Das HZDR betreibt gemeinsam mit Instituten der TU Dresden das Wissenschaftsforum COSMO im Kulturpalast (https://www.cosmo-wissenschaftsforum.de/). Dort läuft vom 9. Juni bis zum 18. August eine interaktive Ausstellung mit dem Titel LICHTLINIEN –(un)sichtbares Licht in Wissenschaft, Technik und Kunst. Licht spielt für unsere astronomischen Belange eine herausragende Rolle, sei es als erwünschtes Licht von den Sternen oder von fernen Galaxien, oder aber als störendes Licht, hervorgerufen durch die städtische Beleuchtung. Deshalb freuen wir uns ganz besonders, mit unserer Expertise und einem eigenen Exponat bei dieser Ausstellung dabei zu sein. An einem interaktiven Bildschirm lassen sich interessante Phänomene rund um das Thema „Globale Lichtemissionen“ entdecken. Oder man beschäftigt sich mit den räumlichen und zeitlichen Strukturen von Lichtverschmutzung.
Noch ein Wort zu unserem Kooperationspartner. Auch in diesem Jahr bietet das HZDR wieder sein spannendes Ferienprogramm Summer of Science für Kinder und Jugendliche an (https://www.hzdr.de). Am 9. Juli sowie am 11. August ist das HZDR bei uns in der Sternwarte zu Gast mit dem Ferienkurs Faszination Sonne und Sterne. Das Sternwarten-Team arbeitet bereits intensiv an den Details zu dieser Veranstaltung. Gutes Wetter können wir natürlich nicht garantieren, aber spannende Versuche für drinnen und draußen haben wir auf jeden Fall. Liebe Wissbegierige, sichert euch rechtzeitig eure Plätze!
Last, but not least! Wir haben gefeiert! 50 Jahre Sternwarte Gönnsdorf am 6. Juni, bei bestem Wetter und mit vielen Unterstützern und Freunden. Leider war die Zeit zu kurz, um zu diesem Event einen atmosphärischen Beitrag für diese Ausgabe des Hochlandkurier zusammenzustellen. Freuen Sie sich auf die August-Ausgabe mit einem ausführlichen Bericht zu unserer Festveranstaltung.
Liebe Sternfreunde,
zwar sind die Nächte im Juli immer noch recht kurz, dennoch lohnt es sich, bis zur Dunkelheit unter dem Sternenhimmel auszuharren. Der Juli ist die beste Zeit, um die südlichen Sternbilder zu beobachten: Skorpion und Schütze sind von Dresden aus sind sehr nah am Horizont zu finden. Wer jedoch in südlicheren Regionen Urlaub macht, kann sie höher am Himmel sehen.
Der Planet Merkur ist nach seiner guten Sichtbarkeit im Juni leider nicht mehr zu sehen. Venus befindet sich im Sternbild des Löwen, die Abendsichtbarkeit nimmt jedoch schon wieder ab. Am 8. Juli kommt Venus sehr nahe (ca. 1 Grad) an Regulus, den hellsten Stern im Sternbild des Löwen heran. Am 17. Juli wird die dünne Mondsichel sehr nahe am Planeten Venus zu sehen sein, dies ist direkt nach Eintreten der Dämmerung am Westhimmel zu sehen. Der rote Planet Mars ist inzwischen wieder in den Morgenstunden zu beobachten. Jupiter befindet sich im Sternbild der Zwillinge, später im Krebs. Am des Monats tritt er in Konjunktion mit der Sonne und ist dann hinter ihr nicht mehr zu beobachten. Saturn geht bald vor Mitternacht auf und ermöglicht dann wieder die Beobachtung am Abend. Am 7./8. Juli wandert der Halbmond oberhalb am Ringplaneten vorbei, wobei sich beide scheinbar recht nahe kommen. Allerdings muss man für diesen Anblick zwischen 1:00 und 3:00 Uhr nachts an den Osthimmel blicken.
Ab dem 17. Juli ist wieder mit Meteoridenstömen der Perseiden zu rechnen. Mit ca. 100 Meteoren pro Stunde ist dies einer der stärksten Meteoridenströme im Jahr und dauert gleichzeitig einen guten Monat lang an. Eine gute Gelegenheit, die neuen Sternenliegen in der Sternwarte Dresden-Gönnsdorf auszuprobieren und entspannt den ganzen Himmel im Blick zu haben.
Einen allzeit sternenklaren Himmel im Namen aller Gönnsdorfer Sternfreunde wünscht Frank Bok
Öffnungszeiten im Juli : Montags ab 18 Uhr zur Sonnenbeobachtung, keine Anmeldung erforderlich
Vortrag : 13.07.2026 um 19:00 Uhr, Dr.-Ing. Bernd Kleemann von der Sternwarte Graupa referiert zum Thema: "Über die Entwicklung der ersten Zeiss Kameraoptiken für den Mond-Einsatz"
E-Mail: besucherservice@sternwarte-goennsdorf.de
Das Team der Sternwarte wünscht allen Schülerinnen und Schülern schöne Sommerferien. Schaut während der freien Zeit doch einfach mal in unserem Astropark mit Sonnenuhr, Mondphasen-Modell und großer drehbarer Sternkarte vorbei. Nutzt dazu bitte unsere oben genannte E-Mail-Adresse.